Offener Brief: Stoppen Sie die Repression gegen politischen Protest

Nachdem es den Sommer über ruhig war (von den Vorladungen abgesehen), ist nun der erste Strafbefehl eingegangen. Wir fordern die Leitung des Goethe-Instituts in einem offenen Brief auf, die Strafanzeigen zurückzuziehen und stattdessen mit uns in Dialog zu treten.

 

Sehr geehrte Frau Ulrike Hoffmann-Steinmetz,

vor einigen Tagen ist ein erster Strafbefehl gegen eine Aktivistin der Initiative Our House Nansen 1 eingegangen. Daraus geht hervor, dass Sie weiterhin an einer Strafverfolgung der Betroffenen festhalten. Diese Haltung bedauern wir sehr.

Wir möchten uns daher an Sie wenden, um Ihnen erneut das Anliegen unserer Initiative zu verdeutlichen:
Wir fordern, dass die Lagerunterkunft Siekhöhe geschlossen wird, denn dort leben Geflüchtete seit über zwei Jahren in menschenunwürdigen Verhältnissen. Des Weiteren kämpfen wir für die Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum. Das ehemalige Studierendenwohnheim im Fridtjof-Nansen-Weg war eine Möglichkeit zu zeigen, dass es Leerstand in Göttingen gibt, der einfach in sozialen Wohnraum umgewandelt werden könnte.
Die Initiative beabsichtigte nie, dem Goethe-Institut direkt zu schaden. Wir waren immer für einen Dialog offen und haben es während der Nachbar*innenschaftszeit auch geschafft, einige friedliche Absprachen miteinander zu treffen, damit das Goehte-Institut in seinem alltäglichen Handeln nicht gestört wurde.

Das Gebäude im Fridtjof-Nansen-Weg ist mittlerweile an den Hogrefe-Verlag verkauft worden. Das Haus ist noch immer in dem selben Zustand, wie im Mai. Für das Goethe-Institut, das heute nicht mehr die Verantwortung für Renovierungsarbeiten trägt, entstehen somit keine zukünftigen Kosten, die in Verbindung zu der Initiative stehen.

Wir möchten Sie somit dazu auffordern, die Anzeige gegen die Initiative zurückzuziehen und somit die Möglichkeit zum politischem Dialog zu geben.
In der Selbstbeschreibung des Goethe-Instituts heißt es doch: „Unsere Kultur- und Bildungsprogramme fördern den interkulturellen Dialog und ermöglichen kulturelle Teilhabe. Sie stärken den Ausbau zivilgesellschaftlicher Strukturen und fördern weltweite Mobilität.“
Wir möchten Sie bitten, Ihre Grundsätze ernst zu nehmen. Ein interkultureller Austausch mit den Geflüchteten kann nur stattfinden, wenn die Isolationshaft der Menschen in der Siekhöhe beendet und ernst gemeinte Integration angestoßen wird. Ermöglichen Sie das Wirken zivilgesellschaftlicher Strukturen, indem Sie die Anzeigen zurücknehmen und die Akteur*innen hierdurch handlungsfähig lassen.

Über ein persönliches Gespräch würden wir uns sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen
Initiative Our House Nansen 1

 

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18.07. – Seebrücke Göttingen und nächstes Plenum

Am kommenden Mittwoch, 18.07. findet um 17 Uhr im Rahmen der Aktion Seebrücke eine Kundgebung am Gänseliesel statt. Mehr Infos gibt es auf Facebook: https://www.facebook.com/events/219658705345293/

Anschließend findet um 20 Uhr das nächste Nansen Plenum in der OM 10 statt.

Kommt vorbei und tretet ein für Solidarität und Menschlichkeit!

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Nächstes Plenum am 04. Juli

Seit einigen Tagen lädt die Polizei Aktivist*innen der Initiative vor. Falls ihr betroffen seid: Statt der Vorladung zu folgen und mit der Polizei in Kontakt zu treten, schreibt uns per Email (nansenantirep@riseup.net) oder wendet euch direkt an die Rote Hilfe, die jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr offene Sprechstunde hat.

Straffreiheit für alle Besetzer*innen!

Das nächste Plenum findet am 04.07 um 20:00 Uhr in der OM10 statt!

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Plenum am 20. Juni um 19.30 Uhr

Das nächste Nansen-Plenum findet statt am

Mittwoch, 20. Juni um 19.30 Uhr in der OM 10 (Obere-Masch-Str. 10).

Kommt vorbei, vernetzt euch und werdet aktiv!

Fotos von unserer Aktion zur Eröffnung sozialen Wohnraums findet ihr auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/nanseneins/

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Gegen den Ausverkauf der Stadt – Wir eröffnen sozialen Wohnraum!

Vor einigen Wochen haben wir ein leerstehendes Wohngebäude im Fridtjof-Nansen-Weg besetzt, um die Forderung nach einer Nutzung als sozialer Wohnraum in die Öffentlichkeit zu tragen. Die  Stadt Göttingen hat diese Besetzung nach einer Woche polizeilich räumen lassen. Sie hat gehofft, sich der politischen Auseinandersetzung auf diesem Wege gewaltsam entledigen zu können. Denn die Stadt will das Grundstück an einen privaten Investor verscherbeln, damit dieser es im Sinne seiner Profitinteressen verwerten kann.

Doch anders als die Stadt gehofft hat, ist der Konflikt nicht zu Ende, denn wir kommen wieder – und dieses Mal mit noch mehr Leuten. Wir erhalten unsere Forderungen aufrecht: Wir wollen, dass öffentliches Eigentum dauerhaft öffentliches Eigentum bleibt. Wir wollen, dass dieses als sozialer Wohnraum genutzt wird. Und wir wollen, dass Geflüchtete aus der Siekhöhe dort einziehen können, damit dieses Isolationslager endlich geschlossen werden kann.

Unser Ziel bleibt es, den unsozialen Plänen der Stadt einen Riegel vorzuschieben. Deshalb wollen wir am Donnerstag, 14. Juni, um 18 Uhr mit euch gemeinsam vom Neuen Rathaus zum Fridtjof-Nansen-Weg ziehen, um der Stadtverwaltung zu zeigen, wie man sozialen Wohnraum schafft.

Die Veranstaltung bei Facebook findet ihr hier: https://www.facebook.com/events/185376298837806/

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Offener Brief zum Verkauf des Fridtjof-Nansen-Hauses

Wir dokumentieren hier den offenen Brief der Unternehmer Jupp Wessling (JUWE Werkstatt für ökologisches Bauen) und Bernhard Kilper (Wohnen Kilperarchitektur (planung – baubiologie – messtechnik – gutachten)) zum Fridtjof-Nansen-Haus vom 05. Juni 2018.

Stellungnahme zum Verkauf des Fridtjof-Nansen-Hauses (ehemaliges Goetheinstitut)

Aufgrund der besonderen Lage an der Schillerwiese, der überragenden denkmalgeschichtlichen Bedeutung und Größe des Denkmals, in Verbindung mit der als Park zu bezeichnenden Außenanlagen und den Möglichkeiten der Nutzung des Gesamtkomplexes verbietet es sich aus unserer Sicht, das Gebäude an private Investoren zu verkaufen. Continue reading

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Verkauf des Nansen-Wohnheims Thema im Bauausschuss am 07. Juni

Das Gebäude im Friedtjof-Nansen-Weg soll endgültig verkauft werden.

Am Donnerstag, 07. Juni, tagt der Bauausschuss um 16:00 im Neuen Rathaus. Die Initiative trifft sich um 15:45 vor dem Rathaus, um diesen Prozess kritisch zu begleiten.

Im Bauausschuss werden die Konzepte der Kaufinteressenten vorgestellt. Der Verkauf wird dann voraussichtlich in der Ratssitzung am 15. Juni beschlossen werden.

Kommt vorbei und zeigt Präsenz für ein soziales Wohnen in Göttingen. Damit es eine aktive Bürger*innenfragestunde wird, brauchen wir eure Unterstützung!

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Plenum am Mittwoch um 19.30 Uhr

Auch wenn es scheinbar ruhig um uns geworden ist, es tut sich nach wie vor etwas bei uns.
Deshalb: Kommt zu unserem nächsten Plenum, organisiert euch und werdet in einer unserer Arbeitsgruppen aktiv!

Es findet statt am kommenden Mittwoch, 06. Juni, um 19.30 Uhr in der OM 10 (Obere-Masch-Str. 10).

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Plenum am Mittwoch um 19 Uhr

Das nächste Nansen-Plenum findet statt am

Mittwoch, 23.05. um 19 Uhr in der OM 10.

Kommt vorbei und werdet aktiv!

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Unverständnis über Entscheidung des Sozialausschusses

Initiativen schockiert über Fortbestand der Notunterkunft auf Turnhallen-Niveau

Pressemitteilung vom 17. Mai 2018

Göttinger Initiativen, Geflüchtete und Unterstützer*innen sind fassungslos über die Entscheidung des Sozialausschusses der Stadt Göttingen, den Betrieb der Notunterkunft Siekhöhe nochmals zu verlängern. Bei der Siekhöhe handelt es sich um eine Notunterkunft auf Turnhallen-Niveau, einer Unterbringungsart, die es in keiner anderen niedersächsischen Kommune mehr gibt. Zahlreiche konkrete Vorschläge der Initiativen, mit deren Umsetzung das Lager sofort geschlossen werden könnte, wurden von den Verantwortlichen ignoriert. Erzwungen werden konnte durch die Proteste der letzten Wochen allerdings, dass der Sozialausschusses nun ein – dem Wortlaut des Beschlusses nach verbindliches – Schließungsdatum festgelegt hat.

Bei der Sitzung des Sozialausschusses waren über 150 Geflüchtete und Unterstützer*innen anwesend und forderten die sofortige Schließung der Notunterkunft. Die Initiativen legten einen detaillierten Katalog mit Maßnahmen vor, durch die ausreichend Wohnmöglichkeiten an anderen Orten geschaffen werden könnten. Mehrere Geflüchtete schilderten ausführlich die katastrophalen Bedingungen in der Notunterkunft Siekhöhe und forderten vehement menschenwürdige Wohnformen. Obwohl einzelne Ausschussmitglieder durch die erschütternden Berichte sichtlich mitgenommen waren, weigerte sich das Gremium, die Notunterkunft zeitnah zu schließen. Viele Anwesende empfanden die in der Entscheidung und dem Verhalten des Ausschusses zum Ausdruck kommende Ignoranz gegenüber den Betroffenen als zutiefst unwürdig. Continue reading

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